Mode und Identität

 Posted by at 09:49
Apr 052017
 

Mode bezeichnet in einem bestimmten Zeitraum geltende Regeln, Dinge zu tun, zu tragen oder zu konsumieren, die sich mit den Ansprüchen der Menschen und ihrer Umwelt im Laufe der Zeit geändert haben. Moden sind Momentaufnahmen eines Prozesses kontinuierlichen Wandels. In den zweiten Klassen, im Fach Textiles Gestalten, haben sich die SchülerInnen dem Thema Mode und Identität unterschiedlich angenähert. Ausgangspunkt für alle zweiten Klassen war ein Film von drei ModebloggerInnen, die sich die Frage stellten, wie ihre Klamotten produziert werden. Diese besuchten eine Textilfabrik in Kambodscha und sahen, unter welch unmenschlichen Bedingungen ihre Kleidung erzeugt wird. Die SchülerInnen überlegten, wie sie als junge KonsumentInnen diesen destruktiven Kreislauf selbstbestimmt verändern können. Es wurden Kleidertauschpartys, Upcycling oder Fair Trade Kleidung als mögliche Alternativen genannt. Im Anschluss daran wurden unterschiedliche Konzepte entwickelt: Eine Gruppe setzte sich mit der künstlerischen Position von Dita Pepe, die sich selbst mittels Kleidung und bestimmten Körperhaltungen in unterschiedlichen Rollen inszeniert und fotografiert, auseinander. Eine andere Gruppe trat an Erwin Wurm, der Kleidung spielerisch in neuen, formalen Kontexten erprobt, heran.

Eine andere Klasse inszenierte „Des Kaisers neue Kleider“ als Thetarestück in drei unterschiedlichen Versionen. Das Motiv des von Mode besessenen Kaisers, der von zwei Betrügern überlistet wird, wurde kritisch umgesetzt.

Als Material für alle Projekte wurden gebrauchte Kleidungsstücke und Müllsäcke, die zu Kleidungsstücken umfunktioniert wurden, eingesetzt.

Prof. Sarah Mang

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