Nov 052010
 

Das Gymnasium erhält den Preis für den Aufbau einer Langzeitforschungseinrichtung, die die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Vogelwelt dokumentiert.

Der „Sparkling Science Award 2010“ ist mit 2000 Euro dotiert. Er zeichnet herausragende Initiativen im Rahmen des gleichnamigen Forschungsprogramms aus. Der Preis wurde durch Bundesministerin Beatrix Karl am 26. Oktober 2010, dem Nationalfeiertag, im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung übergeben. Die 2D, eine Klasse des Musikzweiges des Gymnasiums, präsentierte im Rahmen der Preisverleihung einen Blaumeisen-Rap.

„Sparkling Science“ strebt die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Schule an. Das Gymnasium Sacre Coeur Pressbaum arbeitete beim Projekt „Klimawandel: Auswirkungen auf die Vogelwelt“ mit dem Konrad Lorenz Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zusammen. Bereits seit 2008 werden Daten zum Klima und dem Brutverhalten von Blau- und Sumpfmeisen erhoben und ausgewertet.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit wird mit dem Projekt „Vögel als Bioindikatoren“ bis in den Herbst 2012 fortgesetzt. Zu den erklärten Zielen gehört es, längerfristige Trends zu erkennen und Prognosen über die künftige Entwicklung von Vogelpopulationen zu erstellen. Zusätzlich zum Gymnasium Sacre Coeur Pressbaum tragen das Gymnasium der Dominikanerinnen in Wien und das Colegio Marcelo Spinola in Linares-Jaen (Spanien) zu dem Projekt bei. Die wissenschaftliche Leitung erfolgt in bewährter Weise durch das Konrad Lorenz Institut. Die Biologie-Professorinnen und -Professoren des Gymnasiums werden an der nächsten „Conference of European Ornithologists“ in Riga im August 2011 teilnehmen.

Das Folgeprojekt wird vom Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft in Wien unterstützt. Weitere längerfristige finanzielle Unterstützung des Projekts hat dankenswerterweise die Gemeinde Pressbaum zugesagt. Die Österreichischen Bundesforste sind bereits seit zwei Jahren Projektpartner. Auch das Land Niederösterreich fördert das Langzeitforschungsprojekt.

Allergrößte Anerkennung gebührt dem wissenschaftlichen Leiter des Projekts Dr. Herbert Hoi, auf dessen Initiative das Projekt zurückgeht.


Die ersten „Science Twins“: Ein Forschungstandem

Das erste „Forschungspärchen“, das vom Wissenschaftsministerium im Rahmen der „Science Twins“ vorgestellt wurde, geht aus dem Gymnasium Sacre Coeur Pressbaum hervor.

Die Initiative „Science Twins“ holt SchülerInnen und Studierende vor den Vorhang, die im Rahmen von „Sparkling Science“-Projekten erfolgreiche „Forschungstandems“ bilden. Diese sogenannten „Science Twins“ untersuchen abgestimmte Teilfragen eines Forschungsprojektes in enger Zusammenarbeit und leisten mit ihren schulischen und universitären Abschlussarbeiten wertvolle Beiträge zu den Forschungsergebnissen.

Im Rahmen der Preisverleihung des „Sparkling Science Awards 2010“ erfolgte auch die Übergabe von zwei wissenschaftlichen Arbeiten an Bundesministerin Dr. Beatrix Karl. Christine Walz, eine Maturantin aus der 8A-Klasse schrieb ihrer Fachbereichsarbeit in Biologie über die Habitatspräferenzen von Sumpf- und Blaumeise. Katharina Mahr, eine Diplomandin des Konrad Lorenz Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung, arbeitete im Rahmen ihrer Diplomarbeit über Fortpflanzungsstrategien bei Blau- und Sumpfmeisen und die Bedeutung der UV-Färbung des Gefieders als Indikator für Lebensraumqualität, Gesundheit, Fitness und die Partnerwahl.

Fotos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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